Zusatzmaterialien zur Folge 14

Müssen wir die Erde für
unsere Urenkel schonen?

Interessierte Hörerinnen und Hörer finden auf dieser Seite weiterführende Informationen zum Sendungsthema als Zusatzmaterial. Philosophische Neulinge und Fortgeschrittene erwarten ganz unterschiedliche Angebote zum Stöbern, Überfliegen oder Weiterdenken. Zeitmarkierungen erleichtern die  Bezüge zur Sendung für Lehrkräfte; Seitenangaben verweisen Multiplikatoren auf die Manuskripte.

Folge 14 zum Nachhören und Herunterladen
Zusatzmaterialien 14 als PDF zum Herunterladen

Die Materialien wurden zum Zugriffszeitpunkt 23.2.2015 erstellt von:
Dana Luft, Isa Lips, Fatmagül Tuncay, Robert Trieschmann (Studierende)
Sebastian Boll, M. A.; Dr. des. Jakob Krebs; OStR i. H. Sabine Reh
Institut für Philosophie der Goethe-Universität Frankfurt am Main

Inhalt

1. Perspektiven
– 1.1 Erde und Klima
– 1.2 Zum philosophischen Hintergrund
2. Konzepte
– 2.1 Naturphilosophie
– 2.2 Umweltethik
– 2.3 Nachhaltigkeit
– 2.4 Generationengerechtigkeit
2.5 Naturschutz
3. Personen
4. DidaktikTagxedo Urenkel 2

 1. Perspektiven

_Banner_Perspektiven

Die Rubrik „Perspektiven“ bietet zunächst einige allgemeine Hinweise auf die Relevanz des Sendungsthemas und seine philosophischen Hintergründe. Spezifische Erläuterungen folgen dann in der Rubrik „Konzepte“.

„Natur und Landschaft sind auf Grund ihres eigenen Wertes und als Lebensgrundlagen des Menschen auch in Verantwortung für die künftigen Generationen im besiedelten und unbesiedelten Bereich so zu schützen, zu pflegen, zu entwickeln und, soweit erforderlich, wiederherzustellen, dass

  1. die Leistungs- und Funktionsfähigkeit
    des Naturhaushalts,
  2. die Regenerationsfähigkeit und nachhaltige
    Nutzungsfähigkeit der Naturgüter,
  3. die Tier- und Pflanzenwelt einschließlich ihrer
    Lebensstätten und Lebensräume sowie
  4. die Vielfalt, Eigenart und Schönheit sowie der
    Erholungswert von Natur und Landschaft
    auf Dauer gesichert sind.“

Bundesnaturschutzgesetz, 2002

1.1 Erde und Klima

Bezug Manuskript: S. 2, 14; Bezug Audio 0:30, 14:45

Jeder Mensch ist mitverantwortlich
für das gegenwärtige und zukünftige Wohlergehen
der Menschheitsfamilie und für das Leben auf der Erde.

Erd-Charta

Online-Interview-Transkript (FR Online)
Enkel werden eine andere Welt erleben (Will Steffen)
Hat der Mensch die Erde an ihre ökologischen Risikogrenzen gebracht? In was für einer Welt werden unsere Enkel leben? Und welche globalen Veränderungen sind nötig, um noch rechtzeitig einzulenken? Susanne Götz erörtert in diesem Interview mit dem Klimaexperten Will Steffen von der Australian National University sozio-politisch relevante Fragen zum Klimawandel. Das Interview bietet einen guten Überblick über die historische Entwicklung der Klimathematik.

Online-Dossier
Klimawandel (bpb)
Dieses Dossier zum Klimawandel von der Bundeszentrale für politische Bildung bietet ein breites und vielfältiges Spektrum an Artikeln, Videobeiträgen und Animationen. Sie laden dazu ein, sich auf kurzweilige Art und Weise Daten- und Faktenwissen rund um das Thema Klimawandel und Klimapolitik anzueignen. Hintergrund dieser Auseinandersetzung sind der aktuelle Sachstandsbericht des Weltklimarates IPCC sowie dessen Kernbotschaften (PDF, 3 S.).

Online-Artikel (ZEIT online)
Planet der Menschen (Christian Schwägerl)
Der Einfluss des Menschen auf den Planeten wird inzwischen als derart massiv gewertet, dass aufgrund dessen ein neues Erdzeitalter ausgerufen wurde: Der Begriff des Anthropozän (Wiki Bildungsserver) prägt den interdisziplinären Diskurs über die Veränderungen auf der Erde, die durch menschlichen Einfluss herbeigeführt wurden. Dieser Artikel erläutert nicht nur die facettenreichen Konnotationen des Begriffs, sondern bietet auch eine sehr gute Übersicht zur ideengeschichtlichen Auseinandersetzung mit der philosophischen Deutung von Natur und Kultur. Darüber hinaus zeigt der Artikel an aktuell relevanten Themen, dass eine zukunftsgerichtete Ökologie mit einem Umdenken in der Ökonomie einhergeht.

Online-Quiz
Quiz: Klimawandel (bpb)
Die Zukunft über den Schutz unserer Umwelt wird zu großen Teilen in multinationalen Verhandlungen auf höchster politischer Ebene mitbestimmt. Und doch kann jeder Privathaushalt durch vernünftige Entscheidungen einen eigenen Beitrag leisten. In diesem Quiz wird das Wissen über alltägliche Handlungen auf die Probe gestellt, die sich mehr oder weniger auf die Energiebilanz und den persönlichen ökologischen Fußabdruck auswirken können.

Online-Grafik
Das persönliche Klimabudget (atmosfair.de)
Errechnet wurde das persönliche Klimabudget als verträgliche Obergrenze für den Pro-Kopf-Austoß von CO2-Äquivalenten: Würde bis zum Jahre 2050 ein durchschnittlicher Erdenbürger 2,3 Tonnen emittieren, so wird ein Anstieg um „nur“ 2° Grad prognostiziert. Ein Vergleich der Daten zum CO2-Pro-Kopf-Ausstoss der Länder (Wikipedia) zeigt hier große Unterschiede: In Indien wird im Durchschnitt deutlich unter dieser Obergrenze emittiert, in Deutschland der vierfache Wert, in den USA der siebenfache und der traurige Spitzenreiter Katar bringt es auf den 15-fachen Wert. Im Ländervergleich (Wikipedia) steht China zwar mittlerweile an erster Stelle, nur gehen viele Emissionen dort auf das Konto von Exportgütern, während der Pro-Kopf-Ausstoß trotzdem noch vergleichsweise niedrig ist.

Zur Palmölgewinnung – ein alarmierendes Beispiel
Vielen unserer alltäglichen Lebensmittel wird inzwischen günstiges Palmöl zugesetzt. Der zerstörerische Anbau zeigt exemplarisch, inwiefern unser Konsumverhalten mittelbar den Klimawandel begünstigt und unmittelbar den Fortbestand von Lebensräumen des Menschen und die Existenz ganzer Tierarten bedroht. Im Zeitalter der Globalisierung bleiben ökologische Krisen selten punktuelle Ereignisse und zunehmend reflektieren sie den Umgang des Menschen mit der Natur. Die folgenden Online-Inhalte veranschaulichen die fatalen Konsequenzen unverantwortlicher Wirtschaftsweisen:

  • Im Namen der Profitgier (focus.de)
    Der Online-Artikel gibt eine gute Übersicht über die moralisch und politisch brisanten Folgen der Palmölgewinnung, die von der ökologischen Verwüstung bis zur Völkervertreibung reichen.
  • Zerstörte Wälder, Klimawandel und indonesisches Palmöl (greenpeace.de)
    Der von Greenpeace publizierte Online-Essay beschreibt nicht nur die Palmöl-Problematik, sondern formuliert auch konkrete politische Forderungen an die deutsche Palmölindustrie.
  • Die letzten Orang-Utans von Sumatra (WDR)
    Die WDR-Dokumentation zeigt die Aufforstung von Palmöl-Monokulturen und die Zerstörung der Lebensräumen von Orang-Utans, die von einigen plakativ als “Genozid” bezeichnet wird.

Online-Playlist (9 Impulsvorträge, 137:00)
Climate change: Oh it’s real (TED)
In dieser Reihe von Impulsvorträgen vermitteln Wissenschaftler, Politiker und Künstler wie Al Gore und James Hansen ihre Perspektive über den Fortschritt des Klimawandels. In leidenschaftlicher Manier thematisieren sie auf dieser Plattform die uns bevorstehenden globalen Herausforderungen. Mit einem Augenzwinkern in Richtung der Klimaskeptiker bieten sie dem Zuhörer inspirierende Einblicke in ihr Engagement für einen zukunftsorientierten Klimaschutz.

Online-Fotostrecke (FR)
Plaßmanns Klima-Cartoons
In seinen Cartoons thematisiert der Zeichner Thomas Plaßmann unter anderem den drohenden Klimawandel und unseren Umgang damit. Der leichtfüßige Stil seiner Cartoons steht dabei oft im Kontrast zu der erschütternden Veranschaulichung ignoranter oder inkongruenter Einstellungen.

↑ nach oben

1.2 Zum philosophischen Hintergrund

Bezug Manuskript: S. 4, 10; Bezug Audio 2:10, 8:15

 Nicht unseren Vorvätern wollen wir trachten
uns würdig zu zeigen – nein: unserer Enkelkinder!
Bertha Freifrau von Suttner

Zum philosophischen Begriff der Natur
Der Naturbegriff nimmt in der westlichen Philosophiegeschichte eine zentrale Rolle ein. Die philosophische Auseinandersetzung mit der Natur ist geprägt von unterschiedlichsten Bedeutungszusammenhängen, die von der Naturphilosophie der Antike bis hin zu zeitgenössischen Forderungen nach einer nachhaltigen Umweltethik reichen. Die folgenden Online-Inhalte bieten einen exemplarischen Überblick zum philosophischen Naturverständnis verschiedener Epochen:

  • Aristotle’s Natural Philosophy (Englisch, Stanford Encyclopedia).
    Der Online-Enzyklopädie-Eintrag skizziert übersichtlich die aristotelische Naturphilosophie.
  • Aurora oder Morgenröte im Aufgang (zeno.org)
    Das Werk Jakob Böhmes spiegelt das christlich geprägte Naturverständnis des Mittelalters.
  • Kants Naturbegriff (Uni Kassel)
    Kants Ideen erläutert der Text von Gottfried Heinemann (Professor für Geschichte).
  • Das Ganze der Natur (Uni Potsdam)
    Das ganzheitliche Naturverständnis in der Romantik im Kontext von Humboldts Naturforschung behandelt Kristian Köchy (Professor für Philosophie).
  • Umweltethik – Ausgewählte Internetquellen mit Kommentaren (Uni Tübingen)
    Für weitere Internetrecherchen bietet diese Online-Datenbank eine umfangreiche Sammlung an Webseiten und online verfügbaren Publikationen zum Thema Umweltethik.

Audio-Podcast (14:03)
Der moderne Herr Rousseau: Zurück zur Natur (hr-online)
Der Audiopodcast des Hessischen Rundfunks aus der Sendungsreihe “Der moderne Herr Rousseau” beschreibt die Rolle der Natur in Rousseaus Philosophie. Der Zuhörer bekommt nicht nur einen guten Einblick in die philosophiegeschichtlich relevanten Ideen Rousseaus, er erfährt zudem, dass diese auch von Bedeutung für aktuelle politische und philosophische Fragestellungen sein können.

Online-Artikel
Träumereien eines Spaziergängers (ZEIT online)
Der Leitspruch “Zurück zur Natur”, der die Umweltbewegung der Moderne geprägt hat, wird ideengeschichtlich mit dem Philosophen Jean Jaques Rousseau assoziiert. In diesem Online-Interview räumt der Frankfurter Philosoph Martin Seel mit diesem gängigen naturalistischen Missverständnis auf und beleuchtet Rousseaus Naturbegriff im Kontext der Aufklärung.

Online-Artikel (Süddeutsche.de)
Wie Öko anfing (Katrin Blawat)
Die Einführung der Umweltethik als wissenschaftliche Unterdisziplin der Philosophie Anfang der 70er ist dem globalen Bewusstsein einer Naturkrise geschuldet. Rachel Carson hat mit ihrem alarmierenden Bestseller Silent Spring (Encyclopaedia Britannica) maßgeblich dazu beigetragen. Der Online-Artikel stellt diesen Bestseller vor und würdigt diesen als “Zündfunken der weltweiten Umweltbewegung”.

Online-Essay (PDF, 4 S.)
Was heißt moralische Mitverantwortung für die Zukunft in der
hochtechnologischen Zivilisation?
(Dietrich Böhler, Hans Jonas Zentrum)
Dieser Aufsatz vermittelt eine einsteigerfreundliche Übersicht zu naturethischen Fragestellungen im Kontext der technisierten Zivilisation. Angesichts der potenziellen Gefahren dieses Zeitalters verlangen Philosophen wie Hans Jonas in seiner Verantwortungsethik nach einer kritischen Auseinandersetzung mit dem Gedanken, wie der Mensch die Umwelt und das Leben zukünftiger Generationen prägt.

Vortragstranskript (PDF, 10 S.)
Revisiting the Natural Contract (Michel Serres)
In diesem Vortrag hinterfragt Michel Serres die seiner Ansicht nach oftmals eigennützig geprägte Beziehung des Menschen zur Natur. In Anlehnung an sein Werk „Der Naturvertrag“ analysiert Serres, wie die Natur als Vertragspartner zu verstehen ist und argumentiert für ein verbundenes und nachhaltiges Dasein von Mensch und Natur.

Zur Idee der Nachhaltigkeit
Das Konzept der Nachhaltigkeit genießt zwar erst seit wenigen Jahrzehnten eine große Popularität, Raubbau und Energiekrisen waren jedoch auch schon im 17. Jahrhundert ein Thema. Als Leiter des Oberbergamtes Freiberg verfasste Hans Carl von Carlowitz seine Schrift “Sylvicultura Oeconomica”. Darin beschreibt er ausführlich die Notwendigkeit eines respektvollen Umgangs mit der Natur. Er war somit der erste, der das Prinzip der Nachhaltigkeit explizit forderte. Die folgenden Online-Inhalte bieten einen Einblick in die ideengeschichtliche Entwicklung des Nachhaltigkeitsbegriffs:

Online-Essay (PDF, 9 S.)
Wie die Rechte zukünftiger Generationen auf
europäischer Ebene geschützt werden können
(Maja Göpel, Malte Arhelger)
In der aktuellen Debatte ist das Konzept der Generationengerechtigkeit sowohl philosophisch als auch politisch äußerst umstritten. Aufgrund brisanter Themen wie dem Klimawandel werden zunehmend Forderungen laut nach einem Schutz der kommenden Generationen. Dieser Artikel erläutert verständlich das Konzept der Generationengerechtigkeit und thematisiert dabei deren politische Umsetzung. Anhand von Vorschlägen zeigen die Autoren auf, wie die Gesetzgebung auf EU-Ebene gestaltet werden kann, um zukünftigen Generationen in vielerlei Hinsicht stärker gerecht zu werden.

Online-Video (2:26)
Kann Demokratie Nachhaltigkeit? (Bernward Gesang)
Weder sitzt die Umwelt im Parlament, noch wählt sie ihre politischen Repräsentanten. In diesem Video unterbreitet der Mannheimer Philosoph und Klimaethiker Prof. Dr. Bernward Gesang einen Vorschlag, wie eine Umweltethik im Sinne zukünftiger Generationen politisch umgesetzt werden kann. Genaueres zu diesen Vorschlägen finden sich in dem von Gesang herausgegebenen Buch Kann Demokratie Nachhaltigkeit? sowie auf der dazugehörigen Webseite Kompass Umweltethik.

↑ nach oben

2. Konzepte

_Banner_Konzepte

Die Rubrik „Konzepte“ greift zentrale philosophische Begriffe der Sendungen auf und verweist mit Hilfe kurzer Erläuterungen und Kommentare auf vertiefende Ressourcen wie Internet-Portale, Online-Videos und klassische Bücher. Auch hier kann nach eigenem Ermessen und Vorwissen übersprungen oder tiefer eingetaucht werden.

2.1 Naturphilosophie

Bezug Manuskript: S. 4, 15; Bezug Audio 2:10, 16:45

So ist Natur ein Buch lebendig,
unverstanden, doch nicht unverständlich

Johann Wolfgang von Goethe

Online-Lexikon-Artikel (UTB)
Natur
Im allgemeinen Sprachgebrauch bezieht sich der Ausdruck „Natur“ auf die Dinge, die unabhängig und außerhalb vom menschlichen Bewusstsein existieren. Zudem verweist „Natur“ aber auch auf das Wesen jener natürlichen Dinge. Unser Naturverständnis umfasst somit alles, was sich unabhängig von menschlicher Tätigkeit, frei und aus sich selbst heraus entwickelt und gestaltet. In diesem Sinne steht die Natur seit jeher im Kontrast zu Kultur und Technik. Der Eintrag im UTB Handwörterbuch Philosophie stellt dem Leser eine einführenden Begriffsbestimmung zur Verfügung. Darüber hinaus wird die ideengeschichtliche Entwicklung des Naturbegriffs skizziert und die naturwissenschaftliche Auseinandersetzung mit der Natur beschrieben.

Online-Lexikon-Artikel (UTB)
Naturphilosophie
Ihrem Ursprung nach wird die Naturphilosophie als Teil der Metaphysik begriffen. Als solche ist sie bemüht, die Natur in ihrer Ganzheit zu beschreiben und die Strukturen dieses Interessengebiets theoretisch zu erfassen. Insofern leistet die Naturphilosophie nicht selten einen erheblichen Beitrag zur Wissenschaftskritik. Mit der zunehmenden Ausdifferenzierung der Naturwissenschaften zur Zeit der Aufklärung fungiert sie als Metawissenschaft dieses Zweiges. Dabei befasst sie sich mit den Grundlagen und philosophischen Implikationen der Naturwissenschaften und erfreut sich als Wissenschaftstheorie eines bedeutenden interdisziplinären Ansehens. Durch das Erstarken der allgemeinen Wissenschaftskritik im Zuge der ökologischen Krise erlebt auch die Naturphilosophie einen Perspektivwechsel im Wiederaufleben organizistisch-holistischer Anschauungen.

Vorlesungs-Video-Aufzeichnung (78:44)
Naturphilosophie (Paul Hoyningen-Huene)
Einen wissenschaftliche Einführung zur Naturphilosophie bietet Prof. Dr. Paul Hoyningen-Huene der Leibniz Universität Hannover. Seine Vorlesungsreihe zur „Einführung in die Theoretische Philosophie“ geht ausgiebig auf das Thema Naturphilosophie ein. Die Videovorlesung setzt sich mit der Entwicklungsgeschichte der Naturphilosophie auseinander und der Vortrag wird visuell mit einer Folienpräsentation unterstützt. Philosophisch Interessierte erhalten hier einen grundlegenden und detaillierten Überblick zur Naturphilosophie.

Online-Buch (PDF, 287 S.)
Was ist Natur? Klassische Texte zur Naturphilosophie (Gregor Schiemann)
In seinem Buch „Was ist Natur?“ zeichnet der Philosoph Gregor Schiemann die geistesgeschichtlichen Entwicklungslinien traditioneller Naturauffassungen nach. Er ermöglicht dem Leser somit ein tieferes Verständnis der nachhaltigen Wirkung solcher Konzepte vor dem Hintergrund der ökologischen Krise. Darüber hinaus können aus dieser Betrachtung Ansätze zur Bewältigung moderner Problemstellungen im Umgang mit Natur gewonnen werden. Weitere Texte und Downloads bietet der Autor auf seiner universitären Homepage.

↑ nach oben

2.2 Umweltethik

Bezug Manuskript: S. 8, 14; Bezug Audio 6:50, 14:45

Handle so, daß die Wirkungen deiner Handlung
verträglich sind mit der Permanenz
echten menschlichen Lebens auf Erden.

Hans Jonas

Online-Artikel (NABU)
Vom Eigenwert der Natur
Eine Einführung zur Umweltethik bietet der Artikel des Naturschutzbundes Deutschland e.V. (NABU). Dieser befasst sich zwar vorrangig mit jenem spezifischeren Teilbereich der Umweltethik, der sich mit dem Wert der Natur beschäftigt (der Naturethik). Doch wird in diesem Zusammenhang ausführlich die Geschichte und Relevanz der Umweltethik thematisiert. Darüber hinaus werden umweltethisch grundlegende Konzepte kurz erläutert, wie beispielsweise der Anthropozentrismus, der Pathozentrismus, der Biozentrismus und der Holismus. Der Autor und Philosoph Martin Gorke gibt dem Leser somit eine einfache Einführung in Umweltethik und deren Anschauungsweisen.

Online-Lexikon-Artikel (Stanford Encyclopedia of Philosophy)
Environmental Ethics (Englisch)
Die Umweltethik befasst sich mit dem verantwortungsvollen Umgang des Menschen mit der ihn umgebenden, nichtmenschlichen Natur. Der Eintrag der Stanford Encyclopedia gibt einen ausführlichen Überblick zu relevanten Aspekten dieser philosophischen Disziplin. Er beschreibt sowohl die Entwicklungsgeschichte als auch die gegenwärtigen Herausforderungen der Umweltethik. Zudem beleuchtet er die politischen Dimensionen des Begriffs und grenzt die Umweltethik von der traditionellen Ethik ab. Ferner wird die Bedeutung unberührter Natur für das Wohlbefinden der menschlichen Psyche diskutiert. Dabei thematisiert der Text beispielsweise auch das Verhältnis von Natur- und Kulturlandschaft sowie von Armut und Politik. Erst im letzten Absatz werden die Ursachen der ökologischen Krise behandelt.

Buchempfehlungen zum Thema Umweltethik
Die folgenden Empfehlungen für Bücher und Onlinezeitschriften erlauben interessierten Lesern eine tiefergehende Auseinandersetzung mit dem Thema Umweltethik. Die Bücher führen in die disziplinären Teilbereiche, Methoden und Herausforderungen der Umweltethik ein. Die Online-Zeitschriften widmen sich ethischen Aspekten von Landwirtschaft, Nahrungsmittelproduktion und Umwelt und beleuchten diese unter aktuellen gesellschaftspolitischen Fragestellungen.

↑ nach oben

2.3 Nachhaltigkeit

Bezug Manuskript: S. 6, 18; Bezug Audio 3:55, 21:00

Das, was man die Regeln von Nachhaltigkeit nennt,
das lässt sich rein anthropozentrisch begründen:
Erneuerbare Ressourcen nicht stärker nutzen als sie sich regenerieren.

Thomas Kirchhoff

Online-Lexikon-Artikel
Nachhaltigkeit (nachhaltigkeit.info)
Der Begriff der Nachhaltigkeit wird heute oftmals mit dem Begriff der Nachhaltigen Entwicklung gleichgesetzt. Er verweist auf eine zukunftsfähige Entwicklung mit dem Ziel, aktuellen wie zukünftigen Generationen ein intaktes ökologisches, soziales und ökonomisches Gefüge zu hinterlassen. Anstatt deren Wohl dem Zufall zu überlassen, sollen die langfristigen Konsequenzen unseres Handelns bedacht werden. Mehr zum Konzept der Kausalität findet sich im Zusatzmaterial zur sechsten Folge des Funkkollegs:
Kausalität – unterschätzen wir den Zufall?

Online-Zeitungsartikel (Die Welt)
Philosophie der Nachhaltigkeit (Ulrich Baron)
Wenige Begriffe werden derzeit so inflationär genutzt wie der der Nachhaltigkeit. Der Autor des Artikels bietet hier einen gut verständlichen Überblick zu Ulrich Grobers Buch Die Entdeckung der Nachhaltigkeit. In diesem Werk setzt sich der Verfasser intensiv mit der Ideen- und Kulturgeschichte des Nachhaltigkeitsbegriffes auseinander, weshalb dieser Artikel eine gute Einführung in das Themengebiet darstellt.

Online-Artikel (Englisch)
The Progress of the Arts and Ecological Wisdom (Catherine Larrère)
Vertiefende Überlegungen zur Nachhaltigkeit präsentiert in diesem kurzen Artikel Catherine Larrère, eine französische Philosophin mit dem Schwerpunkt Umweltethik. Dabei behandelt sie den Begriff im Zusammenhang mit Fragen des Wachstums, der Entwicklung und des Fortschritts. Sie bietet Interessierten somit eine weiterführende Vertiefung des Themengebiets der Nachhaltigkeit.

Online-Artikel
Tourismus und Nachhaltigkeit (bpb)
In diesem Text diskutiert der Philosoph und Professor für angewandte Tourismuswissenschaften, Karlheinz Wöhler, das Prinzip der Nachhaltigkeit vor dem Hintergrund verschiedener Tourismuskonzepte. Darüber hinaus erläutert er, inwiefern Technik dazu beitragen kann, Naturressourcen zu bewahren. Eine übersichtliche Grafik zu Klimawirkungen des Flugverkehrs bietet der Kompensationsanbieter Atmosfair. Die schwierige Bewertung von Klimagasen, die hoch in der Atmosphäre emittiert werden, erläutert der Artikel Auswirkungen des Flugverkehrs im Klima-Wiki des Bildungsservers.

Buchempfehlungen zum Thema Nachhaltigkeit
Nachhaltig interessierte Leserinnen und Leser findet im Folgenden zwei ausführliche Werken in deutscher Sprache, die die theoretischen Hintergründe der Nachhaltigkeit näher erläutern:

Fragen des nachhaltigen Konsums sind auch ein Thema in Folge dreizehn des Funkkollegs Philosophie, die die Frage nach dem Verhältnis von Ethik und Ästhetik behandelt. Auch Mode oder Architektur etwa betreffen unsere globale Verantwortung, insofern gefragt wurde:
Gibt es eine Pflicht zur Schönheit?

↑ nach oben

2.4 Generationengerechtigkeit

Bezug Manuskript: S. 7, 22; Bezug Audio 5:50, 24:45

Wir gehen eine Wette ein, dass wir sagen:
die Folgen unseres technischen Handelns in der Zukunft
werden wir – also die Späteren – schon irgendwie ausgleichen können.

Peter Kunzmann

Online-Lexikon-Artikel
Generationengerechtigkeit (nachhaltig.info)
Mit dem Begriff Generationengerechtigkeit wird auf ungleich verteilte Lebenschancen verschiedener Generationen aufmerksam gemacht. In diesem Kontext verweist der Begriff auf politische, soziale und ökologische Themengebiete. Neben dem Konflikt zwischen Alt und Jung, den „Heutigen“ und „Künftigen“, werden auch Unterschiede zwischen den Geschlechtern, Arm und Reich oder der Herkunft thematisiert.

Online-Video (11:46)
Die ungleiche Verteilung von Naturkatastrophen (bpb)
Den Gefahren der Natur ist der Mensch seit jeher ausgeliefert. Der Videobeitrag der Bundeszentrale für politische Bildung stellt dar, wie bevölkerungs-geographische Aspekte den Verlauf von Naturkatastrophen noch verstärken. Dabei spielt vor allem die weltweit fortschreitende Urbanisierung und Verarmung eine wesentliche Rolle.

Online-Video (75:13)
Was heißt Generationengerechtigkeit?
In diesem Videobeitrag eines Kongresses der Heinrich-Böll-Stiftung wird der Begriff der Generationen-Gerechtigkeit diskutiert. Prof. Dr. Stefan Gosepath der Freien Universität Berlin erläutert den Begriff dabei vor dem Hintergrund der Technikentwicklung und in Beziehung zum demografischen Wandel. Prof. Dr. Gesine Schwan, Präsidentin der Humbolt-Viadrina School of Governance, beleuchtet hingegen Argumente, die einen Generationengerechtigkeitsbegriff begründen. Ferner grenzt sie die Generationen-Gerechtigkeit von anderen Gerechtigkeitskonzepten ab und betrachtet diese im Bezug auf das Zusammenleben von Familie und Gesellschaft.

Buchempfehlung
Das Prinzip der Nachhaltigkeit: Generationengerechtigkeit
und globale Gerechtigkeit
(Felix Ekardt)
Der Philosoph und Rechtswissenschaftler Felix Ekardt argumentiert in diesem Buch, dass der auf Globalisierung beruhende Wohlstandsanspruch westlicher Länder langfristig nicht tragbar ist. Spätestens seitdem neue Wirtschaftsmächte, Länder wie Indien und China, unserem Beispiel folgen, droht dieses Modell zu kollabieren. Um dem zu entgehen, bedarf es nach Aussage des Autors einer auf dem Prinzip der Nachhaltigkeit basierenden gerechten Grundordnung. Hierbei kommen sowohl Aspekte der globalen als auch der Generationengerechtigkeit zum Tragen.

nach oben

2.5 Naturschutz

Bezug Manuskript: S. 6, 17; Bezug Audio 3:55, 18:50

Jedem erscheint sie in einer eigenen Gestalt.
Sie verbirgt sich in tausend Namen und Termen und ist immer dieselbe.
Johann Wolfgang von Goethe

Online-Video (05:13)
Naturschutz heute und gestern (SWR)
Dieses Video bietet einen Einstieg in die Entstehungs- und Entwicklungsgeschichte des nationalen Naturschutzes. In einem kurzen Abriss werden die historisch gewachsenen Herausforderungen dargestellt, mit denen sich der heutige Naturschutz konfrontiert sieht. So problematisiert der Film das Spannungsverhältnis von Umweltpolitik und Naturschutz. Darüber hinaus werden die Aufgaben zukünftiger Naturschutzbestrebungen skizziert.

Online-Artikel
Internationaler Naturschutz (BfN)
„Die Natur kennt keine politischen Grenzen’’, heißt es auf der Seite des Bundesamts für Naturschutz. Die Internetseite stellt verschieden Projekte des BfN zum internationalen Naturschutz vor. Diese beschäftigen sich aktuell vor allem mit der ansteigenden Entwicklung transnationaler Übernutzung der Natur. Der interessierte Leser kann sich hier ausgiebig über Ursachen, Bedeutung und Handlungskonsequenzen des Internationalen Naturschutzes informieren.

Online-Zeitschrift
Naturschutz – heute (NABU)
Die Internetseite des Naturschutzbundes (NABU) bietet monatlich ihr Onlinemagazin zum Download an. In der Zeitschrift werden nicht nur bedrohte Tierarten vorgestellt, sondern auch Menschen des öffentlichen Lebens, die sich für den Naturschutz einsetzten. So präsentiert die aktuelle Ausgabe von Januar 2015 unter anderem den Habicht als Vogel des Jahres 2015. Die Online-Zeitschrift ,,Naturschutz-heute“ sensibilisiert somit Jung und Alt für die heimatliche Umgebung und regt zum eigenen verantwortlichen Umgang mit der Natur an.

Online-Interview
Artenschutz kontra Kommerz
Dieses Interview mit Christopher Gerisch gibt bereits Ausblick auf die nachfolgende Sendung zum Thema Tierethik. Hierbei beantwortet Gerisch die Frage, wie Artenschutz im Zeitalter der Kommerzialisierung gewährleistet werden kann. So ist seit einigen Jahren der Rote Thunfisch nicht zuletzt aufgrund des steigenden Sushi-Konsums vom Aussterben bedroht. Anhand dieses Fallbeispiels wird gezeigt, wie nachhaltig unser Konsum die uns umgebende Natur verändert und wie moderne Zuchtmethoden den natürlichen Bestand des Fisches entlasten könnten.

Die Themen Tierschutz, Tierrechte und Vegetarismus werden in der Folgen 15 des Funkkollegs Philosophie weiter vertieft, wenn wir fragen: Dürfen wir Tiere essen?

↑ nach oben

3. Personen

_Banner_Personen

Informationen zu den Interviewpartnern der Sendung und den einschlägigen Persönlichkeiten der Philosophiegeschichte finden Sie in der folgenden Auflistung.

# Rachel Louise Carson
Rachel Louise Carson (1907 – 1964) war eine US-amerikanische Zoologin, Biologin und Wissenschaftsjournalistin. Zu ihren Hauptwerken zählt das Buch Silent Spring (Der stumme Frühling), welches 1962 erschien. Carson schrieb das Buch in Anlehnung an die Aussagen des Friedensnobelpreisträgers Albert Schweitzer. Dieser hatte bereits vor einer Zerstörung der Erde durch Nuklearwaffen gewarnt. Das Buch beschreibt ein fiktives Horrorszenarium. In einer Kleinstadt stirbt eine reiche Tier- und Pflanzenwelt nach dem Einsatz von Pestiziden komplett aus. Zudem erkranken die Einwohner der Stadt. Im weiteren Verlauf des Buches wird das ökologische Gleichgewicht thematisiert, welches auf Grund der Pestizide völlig zerstört wird. Im Großen und Ganzen thematisiert Silent Spring einen Weltuntergang, der vom Menschen selbst verursacht wird.

# Gerald Hartung und Thomas Kirchhoff
Gerald Hartung (1963) und Thomas Kirchhoff (1967) formulieren in ihrem Werk ,,Welche Natur brauchen wir?“ die Frage, welche Natur der Mensch als Gattungswesen und für seine Selbstbestimmung als Individuum braucht, um zu überleben. Unter anderem geht es den beiden darum herauszufinden, wie und auf welche Weise die noch vorhandenen Ressourcen zu nutzen sind. So ruft zum Beispiel Kirchhoff dazu auf: ,,Erneuerbare Ressourcen nicht stärker [zu] nutzen, als sie sich regenerieren. Nicht erneuerbare Ressourcen nicht stärker aus[zu]beuten, als man sie substituieren kann auf längere Sicht.“ Laut Kirchhoff verursacht aber nicht der Mensch schlechthin die bedrohliche Naturausbeutung und Umweltzerstörung, sondern der kapitalistisch wirtschaftende Mensch.

# Hans Jonas
Hans Jonas (1903 – 1993) war ein deutscher Philosoph und Ethiker. Er lehrte als Professor an der New school for Social Research in New York City. Er beschäftigte sich bereits 1979, als von Umweltschutz und Umweltbewusstsein noch nicht viel die Rede war, mit dem Thema der Verantwortung des Menschen im Hinblick auf die Welt und ihre Nachkommen. Dieses beschreibt er in seinem Werk ,,Das Prinzip Verantwortung“. Hans Jonas spricht in Bezug auf das unverantwortliche Verhalten des Menschen von einer Wette, die er gegenüber künftigen Generationen aufstellt. Um sich vor der eigenen Verantwortung zu drücken, wird kommenden Generationen das bereits Zerstörte aufgebürdet.

# Immanuel Kant
Immanuel Kant (1724 – 1804) ist einer der wichtigsten Philosophen der abendländischen Philosophie. Als Hauptwerk ist hier unter anderem die Kritik der reinen Vernunft‚ zu nennen, welches den Beginn der modernen Philosophie einläutete. Auch er beschäftigte sich mit der Naturphilosophie und dem Naturrecht. Vor allem ging es ihm dabei um die Entstehung der Planeten. Außerdem nähert er sich der Natur unter Berücksichtigung naturwissenschaftlichen und mathematischen Grundlagen. Natur ist die »Existenz der Dinge unter Gesetzen«. Die körperliche Natur unterliegt somit der Gesetzmäßigkeit der Materie, ihrer Kräfte und Bewegungen.

# Peter Kunzmann
Peter Kunzmann (1960) beschäftigt sich unter anderem mit dem Begriff der Natur, welche von ihm als schillernd, widersprüchlich und vielfältig dimensioniert bezeichnet wird. So besteht eine Dialektik im Naturbegriff. Denn während der Mensch auf der einen Seite von der Natur abhängig ist und aus ihr hervor gebracht wird, wird er auch gleichzeitig von ihr bedroht (durch z.B. Naturkatastrophen).

# John Locke
John Locke (1632 – 1704) war ein englischer Philosoph und gilt als Hauptvertreter des Liberalismus und Empirismus. Unter anderem befasste er sich mit der damals herrschenden Politik und dem Naturrecht. Eine seiner Abhandlung über den ,,civil magistrate“, welche er um 1664 schrieb, wurde jedoch nie veröffentlicht. Locke ist der Meinung, dass sich über die Natur nichts Endgültiges sagen lässt. Der Mensch kann, so Locke, auch mit Hilfe der Vernunft seine eigenen Sinne nicht übersteigen. Alles, was er über sich und die Natur sagen kann, sind Hypothesen. Absolute Gewissheit über sich und seine Umwelt kann der Mensch somit niemals erlangen.

# Reinhard Merkel
Reinhard Merkel (1950) lehrt als Professor für Strafrecht und Rechtsphilosophie an der Universität Hamburg. Er widerspricht Hans Jonas Auffassung, es gebe ein Prinzip der Verantwortung, welches sich auf die menschliche Art und ihren Fortbestand bezieht. Seiner Ansicht nach besteht für die jetzige Generation keine Pflicht, Sorge für das Überleben der Menschheit zu tragen. Dies begründet er damit, dass es keine normative Notwenigkeit für die Existenz des Menschen gebe. Dennoch, so Merkel, besteht immerhin die Pflicht, das Überleben der unmittelbar künftigen Generationen zu sichern. Ein Lebens- und Überlebensrecht steht außerdem, so Merkel, jedem Wesen zu, welches ein Lebensinteresse hat. Wenn also davon auszugehen ist, dass auch Tiere ein Interesse am eigenen Leben/Überleben haben, dann bezieht sich die Verantwortung des Menschen nicht nur auf das Überleben der zukünftigen Generationen des Menschen, sondern auch auf das der Tiere. So zählt zum Beispiel der Schimpanse für die Rechtswissenschaftler zu einem Tier, das ohne Zweifel ein eigenes Lebensinteresse besitzt.

# Konrad Ott
Konrad Ott (1959) ist ein deutsche Philosoph und Ethiker. Er forscht und lehrt überwiegend im Bereich der Bio- und Umweltethik. Schwerpunkte seiner Forschung sind unter anderem die Akzeptanzprobleme des Naturschutzes und dessen ethisch-moralische Begründung, Naturschutzgeschichte, ethische Aspekte des Klimawandels, grüne Gentechnik sowie Technikfolgenabschätzung. Von 2000 bis 2008 war Konrad Ott Mitglied im Sachverständigenrat für Umweltfragen der deutschen Bundesregierung und gehört seit 1998 dem Deutschen Rat für Landespflege an. Außerdem arbeitete er für die deutsche UNESCO-Kommission und ist in den wissenschaftlichen Beiräten des Umweltministeriums von Mecklenburg-Vorpommern, für Biodiversität und genetische Ressourcen des BMELV und des Unabhängigen Instituts für Umweltfragen tätig.

# Jean-Jacques Rousseau
Jean-Jaques Rousseau (1712 – 1778) war ein französischer Philosoph, Pädagoge und Naturforscher. Er prägte die Pädagogik und Politik des 18. bis 20. Jahrhunderts in ganz Europa. Der Aufruf eines ,,Zurück zur Natur!“, welcher in der gegenwärtigen Zeit oft von anderen Philosophen, wie zum Beispiel Michel Serres, zitiert wird, wird Rousseau zugeschrieben. Tatsächlich entfaltete Rousseau ein Konzept des ,,Naturzustands“, in dem der Mensch seiner Meinung nach frei und unabhängig lebt. Erst der gesellschaftliche Zustand ruft dem französischen Aufklärer zufolge negative Eigenschaften wie Neid und Missgunst hervor. Weniger ging es Rousseau in diesem Kontext um die menschliche Zerstörung seiner Umwelt (der Natur), als vielmehr um die destruktiven Verhältnisse im zwischenmenschlichen Bereich und Konkurrenzverhältnisse zwischen den Menschen im Gesellschaftszustand. Rousseaus Annahmen führten zu Bewegungen gegen die Industrialisierung. Der Mensch kann scheinbar nur im Naturzustand ein angemessenes und friedliches Leben führen zu können. Solange er sich im Naturzustand befindet, geht es dem Menschen gut, verlässt er diesen Zustand, wird es kein gutes Ende mit ihm nehmen.

# Michel Serres
Michel Serres (1930) ist Philosophieprofessor an der Universität in Paris (Sorbonne) und der kalifornischen Standford-Universität. Aktuell sind vor allem verschiedene Essays von Serre über die digitale Gesellschaft im Gespräch. Zuvor beschäftigte er sich mit einem etwas anderen Thema und zwar dem Menschen im Zusammenhang mit der Natur. 1990 erschien sein Buch „Der Naturvertrag“. In diesem Werk vertritt er die Ansicht, dass der Mensch den Aufruf eines „Zurück zur Natur!“ ernst nehmen solle. Der Mensch dürfe nicht vergessen, wo er einst hergekommen sei und dass er sich von seiner Abhängigkeit von der Natur nicht lösen könne.

↑ nach oben

4. Didaktik

_Banner_Didaktik

4.1 Curriculare Bezüge

In den Bildungsstandards des Kultusministeriums Hessen findet sich der Themenkomplex „Mensch, Natur und Technik“ (Seite 23), in dessen Rahmen die Handlungsweise des Menschen im Umgang mit Natur und Technik betrachtet werden soll. Im Mittelpunkt stehen umwelt- und technikethische Probleme des Alltags, die vor dem Hintergrund persönlicher Erfahrungen erarbeitet werden sollen.

Im hessischen Lehrplan für Ethik und Philosophie an Realschulen und Gymnasien sind die Themenfelder “Natur, Umwelt, Umwelt- und Tierschutz” für mehrere Jahrgangsstufen vorgesehen. Bereits in der 5. Jahrgangsstufe spielt im hessischen Lehrplan – Ethik Realschule – die Umwelt eine große Rolle, vor allem im Zusammenhang mit dem Thema “Würde des Menschen I” und besonders im Hinblick auf den dafür zentralen Aspekt „Pflichten mir selbst und anderen gegenüber“. Die Schülerinnen und Schüler sollen sich insbesondere mit den von Kant formulierten „natürlichen Pflichten“ beschäftigen (Pflichten, die der Mensch der Erde und den Tieren gegenüber hat, S. 8 des Lehrplans). In der 6. Jahrgangsstufe wird unter dem Titel Verantwortung II – „Haben Tiere Rechte“ das Thema Tierschutz aufgegriffen. Hier soll Basiswissen zur Behandlung von Tierschutzthemen im Unterricht erarbeitet werden (S. 14).

Im hessischen Lehrplan Ethik Gymnasium für G8 sind die folgenden Themenfelder beachtenswert:

  • 5. Jahrgangsstufe, “Freiheit I – Der Mensch lebt in natürlichen und sozialen Abhängigkeiten“
  • 9. Jahrgangsstufe, “Menschenbilder II – „Das Interesse an der Welt – Menschenbilder und ihre Ethik“.

Im Kontext dieser Themenfelder sollten die Bedürfnisse/Rechte von Pflanzen, Tieren und Landschaften sowie anthropozentrische Begründungen für Umweltschutz und Nachhaltigkeit im Unterricht vorrangig behandelt werden (S. 10 des Lehrplans).
In der gymnasialen Oberstufe sollen sich die Schülerinnen und Schüler im Rahmen des Themas “Q2 – Vernunft und Gewissen – Normsetzende Begründungen verantwortlichen Handelns” erneut mit der Verantwortlichkeit des Menschen für seine Umwelt auseinandersetzen. Neben der Vertiefung der zuvor behandelten thematischen Aspekte spielen in diesem Oberstufenhalbjahr die Unterscheidung von individuellen und kollektiven Gütern, die Verantwortung für die Erde und deren Erhaltung sowie gegenüber künftigen Generationen eine zentrale Rolle. Die Beschäftigung mit wissenschaftlichen Erläuterungen komplexer Zusammenhänge soll die Auseinandersetzung mit diesen Themen fundieren (S. 23).

4.2 allgemeine Lernressourcen

Online-Artikel (PDF, 11 Seiten)
Klimaschutz macht Schule
In Form einer PDF zum Downloaden bietet das Bayerische Landesamt für Umwelt eine große und vielfältige Auswahl an online verfügbaren Materialien und Anregungen, die nach ihrer Eignung für verschiedene Schulstufen tabellarisch erfasst sind. Es werden beispielsweise Anregungen für den Klimaschutz, unterrichtspraktische Beispiele zum Thema nachhaltige Entwicklung, ein Schulprogramm zum Sparen von Energie sowie zur Verminderung des CO2-Ausstoßes u.a.m. präsentiert.

Online-Portal
Umweltarena
Die Umweltarena in Spreitenbach im Schweizer Kanton Aargau ist eine neue Ausstellungs- und Veranstaltungsplattform, die Produkte und Dienstleistungen für ein modernes, umweltbewusstes Leben vorstellt, das ohne Komforteinbußen und Mehrkosten auskommen soll. Über 100 Firmen und Organisationen präsentieren zu Energie- und Umweltfragen zahlreiche spannende Exponate zum Anfassen, Erleben und Vergleichen. Die Ausstellung ist für Schüler und Schülerinnen geeignet und bietet sich als Ziel im Rahmen einer Klassen- oder Kursfahrt an. Zur Vor- und Nachbereitung eines konkreten Ausflugs in der Sekundarstufe I und II präsentiert die Umweltarena auch vielversprechende Arbeits- und Lösungsblätter.

Online-Portal
Intergovernmental Panel on Climate Change
Auf der Seite des Weltklimarats (IPCC) können alle aktuellen Berichte und Tagungsergebnisse der IPCC-Treffen eingesehen werden. Diese können für den Unterricht als Informationsgrundlage genutzt werden.

4.3 Filmressourcen

Online-Video (2:11)
The Day After Toworrow (Trailer, MoviePilot)
Der US-amerikanische Spielfilm The Day After Tomorrow präsentiert auf dramatische Weise das mögliche Szenario einer durch den Menschen verursachten, globalen Klimakatastrophe. Eine kritische Auseinandersetzung mit dem Film könnte im Hinblick auf die Beschäftigung mit dem Thema eines vermeintlichen neuen Menschenzeitalters, dem Anthropozän, sinnvoll sein. Unterrichtsmaterialien zum Thema Klimaschutz und Klimapolitik, die sich auf den Film “The Day After Tomorrow” beziehen, sind auf dem BNE-Portal zu finden.

Online Video (2:28)
Al Gore – Eine unbequeme Wahrheit (Trailer, Kino.de)
“Wir können es uns nicht länger leisten, die globale Erwärmung als politisches Thema anzusehen, sie ist die größte moralische Herausforderung für die Bewohner dieses Planeten“, sagt Al Gore, der ehemalige Vizepräsident der USA und Friedensnobelpreisträger, der sich mit großem Engagement für den Umweltschutz einsetzt. Regisseur Davis Guggenheim präsentiert ein Portrait von Gore und seiner „traveling global warming show“, in dessen Rahmen Gore nicht nur mit Zahlen, Fakten und Zusammenhängen über den „globalen Notfall“ verblüfft, sondern auch mit Witz, Humor und Hoffnung aufwartet, weshalb sich der Film für die Nutzung im Unterricht gut eignet.

Online-Artikel (PDF, 36 S.)
Begleitmaterial zum Film Eine unbequeme Wahrheit
Dieses Material zeigt auf, wie der Film im Unterricht verwendet werden kann. Es verweist nicht nur auf Problemstellungen und Hintergrundinformationen, beispielsweise zum ökologischen Fußabdruck und zur globalen Erwärmung, sondern erläutert auch den Lehrplanbezug und gibt didaktische Anregungen. Ergänzend findet sich unter mein-fussabdruck.at ein Rechner zum persönlichen ökologischen Fußabdruck.Link zum Begleitmaterial führt nirgendwohin.

4.4 Unterrichtsideen für die Sekundarstufe I:

Online-Portal
WWF
Auf der Seite des World Wide Fund for Nature finden Nutzer eine große Anzahl an Lehrmitteln. Zum Beispiel werden Unterrichtsleitfäden zum Thema Wattenmeer oder zur Beschäftigung mit verschiedenen Tierarten angeboten. Verwiesen wird auch auf bekannte Filme, wie zum Beispiel Jagdfieber, die im Unterricht eingesetzt werden können. Unter dem Reiter Unterrichtsideen kann man sowohl etwas über den Wasserbedarf von Pflanzen und den Papierverbrauch an Schulen erfahren als auch virtuell einen Tag im Regenwald verbringen oder lernen, wie ein Kräutergarten angelegt werden kann. Außerdem kann man auf einen Artenschutzkoffer zugreifen, welcher in der Sekundarstufe I eingesetzt werden kann.

Online-Portal
Umwelt im Unterricht
Auch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit stellt auf der Seite Umwelt im Unterricht einen umfassenden Fundus an Unterrichtsmaterialien zur Verfügung. Es gibt Angebote für verschiedene Fächer, wie Biologie, Philosophie und Politik/Wirtschaft/Gesellschaft. Die Materialien können auch als Grundlage für einen fächerübergreifenden Unterricht genutzt werden. Für die Fächer Philosophie und Ethik findet man bspw. Unterrichtsmaterialien für die Sekundarstufe 1 zum Thema Fairtrade. U.a. werden verschiedene Fairtrade-Label im Hinblick darauf untersucht, ob sie tatsächlich etwas über die entsprechenden Qualitäten der Produkte aussagen, die das jeweilige Label tragen dürfen. Es werden auch verschiedene Simulationsspiele etwa zu den folgenden Fragestellungen angeboten: Wer investiert in den Klimaschutz und wem gehört die Luft?

Online-Portal
Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit
Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit hat darüber hinaus für die Sekundarstufe I Materialien entwickelt, welche die Problemlösungsfähigkeit und das aktive und zukunftsorientierte Handeln in den Vordergrund stellen. Themen wie das Erzeugen erneuerbarer Energie oder umweltfreundliches Konsumieren werden aufgegriffen und lebensnah aufbereitet. Positive Beispiele umweltfreundlicher Aktionen, die dargestellt und erläutert werden, sind die Wiederverwertung von PET-Flaschen oder umweltfreundliche Mobilität.

Online-Artikel (PDF, 60 S.)
Globaler Klimawandel, Emissionen und erneuerbare Energien
Das Tamaki Foundation Project on Environmental Education hat verschiedenste Materialien für die Sekundarstufe entwickelt. Die PDF, die mit Hilfe des aufgeführten Links abgerufen werden kann, präsentiert Themen aus dem Bereich des globalen Klimawandels. Beispielsweise wird nach den Ursachen für den Klimawandel gefragt. Es werden Klimaszenarien des IPCC präsentiert. Auf Verursacher besonders hohen CO2-Ausstoßes wird ebenfalls hingewiesen. Curriculare Vorgaben werden im Rahmen der Materialien jeweils berücksichtigt. Diverse Arbeitsblätter und Hintergrundinformationen für die Lehrkräfte werden angeboten.

4.5 Unterrichtsideen für die Sekundarstufe II

Online-Video (8:00)
Das Prinzip der Verantwortung (Christian Weilmeier)
Der Philosoph Hans Jonas beschreibt in seinem Buch Das Prinzip der Verantwortung einen ökologischen Imperativ als Kern für seine Ethik im Informationszeitalter. Er lautet: „Handle so, daß die Wirkungen deiner Handlungen verträglich sind mit der Permanenz echten menschlichen Lebens auf Erden“. Diesen Imperativ erläutert der Philosoph Dr. Christian Weilmeier vereinfacht und leicht verständlich in einem Video-Beitrag.

Online-Artikel (PDF, 56 S.)
Natur und Moral
Diese PDF der Landestagung des Fachverbands Ethik 2012 beinhaltet eine Bestandsaufnahme der Ressourcen unseres Planeten, vor allem Wasser, Erde, Luft. Außerdem bietet das Dokument eine Übersicht über verschiedene naturtheoretische Ansätze wie den Biozentrismus, den Holismus und den Anthropozentrismus. Auch Probleme, die sich im Kontext dieser Theorieangebote ergeben, werden reflektiert. Des Weiteren liefert der Treffpunkt Umweltethik einen Ausblick auf den Themenkomplex der Unternehmensethik.

Online-Portal
Das Anthropozän (Radio Bayern)
Radio Bayern stellt auf seinem Portal einen Unterrichtsentwurf zur Verfügung, der sich mit dem Anthropozän ausführlich beschäftigt. Der Begriff bezeichnet eine geochronologische Epoche der Erde, die den Zeitraum umgreift, in dem vor allem der Mensch die geologischen, biologischen und atmosphärischen Entwicklungen auf unserem Planeten nachhaltig beeinflusst. Den Schülerinnen und Schülern soll im Rahmen der Unterrichtseinheit bewusst gemacht werden, wie sich das Handeln des Menschen insbesondere in den letzten 200 Jahren auf die natürlichen Ökosysteme ausgewirkt hat.

Online-Portal
Germanwatch
Germanwatch ist ein gemeinnütziger Verein, der sich für eine nachhaltige globale Entwicklung engagiert und für diesen Zweck verschiedene Bildungs- und Informationsmaterialien zum Thema Klimawandel und Klimagerechtigkeit bereitgestellt hat. In der Broschüre „Klima-Aktionsheft“ (PDF, 84 S.) stellt Germanwatch Unterrichtsideen wie beispielsweise das Klima-Planspiel vor. Dieses soll die globale Klimapolitik für Schülerinnen und Schüler transparent machen. Insbesondere sollen verschiedene Perspektiven erlebbar gemacht werden, die im Kontext klimapolitischer Themen eine Rolle spielen. Im Hinblick auf die Bekämpfung des Treibhauseffekts kann beispielsweise die Rolle der deutschen oder die der chinesischen Regierung betrachtet und reflektiert werden.

Online-Portal
Fast Fashion (Globales Lernen)
Als “Fast Fashion” wird die Mode bezeichnet, die heute von nahezu allen bekannten Bekleidungsketten angeboten wird. Die Unternehmen präsentieren ihren Kunden sechs bis acht verschiedene Kollektionen pro Jahr. Die Mode muss daher möglichst billig sein, soll jedoch gleichzeitig aktuell und trendy sein. Mode, die diesen Anforderungen genügt, kann kaum im Rahmen fairer Produktionsketten gefertigt werden. Die hergestellte Kleidung ist überdies häufig schon von vornherein als Wegwerf-Produkt konzipiert. Die Stiftung Jugend und Bildung stellt ein Arbeitsblatt für die Sekundarstufe II zur Verfügung, das zunächst Informationen zu “Fast Fashion” bereitstellt. Mithilfe von anregenden Aufgabenstellungen werden die Schülerinnen und Schüler zudem zur eigenständigen Auseinandersetzung mit dem Thema angeregt. Sie sollen sich etwa selbstständig über die Verhaltens- und Nachhaltigkeitskonzepte verschiedener Bekleidungsunternehmen informieren. In diesem Zusammenhang soll herausgearbeitet werden, was bewusster Konsum bedeutet.

Online-Artikel (PDF, 66 S.)
Internationales und nationales Umweltrecht (Tamaki Foundation Project)
Das Tamaki Foundation Project on Environmental Education hat verschiedenste Materialien für die Sekundarstufe II herausgebracht. Das obige Dokument greift Aspekte wie das allgemeine Völkerrecht, das internationale Umweltrecht, das Kyoto-Protokoll und den Umweltschutz im Alltag auf. Auf curriculare Vorgaben wird Bezug genommen. Es werden vielfältige Arbeitsblätter und Hintergrundinformationen für die Lehrkräfte zur Verfügung gestellt.

Online-Artikel (PDF, 60 S.)
Internationale und nationale Umweltpolitik (Tamaki Foundation Project)
Aufbauend auf dem vorgenannten Artikel kann auch das in dem weiterführenden Teil “Internationale und nationale Umweltpolitik” beschriebene und inhaltlich vorbereitete Planspiel verwendet werden: Die Schülerinnen und Schüler sollen eine Weltklimakonferenz abhalten und dabei die verschiedenen Facetten der internationalen Klimapolitik kennen und verstehen lernen. Zum Abschluss bietet der letzte Teil der Reihe (Zukunftsgerechte Entwicklung, PDF, 48 S.) die Möglichkeit, das Thema Generationsgerechtigkeit zu behandeln.

Literaturhinweise:

↑ nach oben