14 Müssen wir die Erde für unsere Urenkel schonen?

Autor: Florian Schwinn

Sendedatum in hr-iNFO: Montag, 23.02.15, 20.30 Uhr
Wiederholungen: samstags, 11.30 Uhr und sonntags, 8.30 Uhr und 20.30 Uhr

„Natürlich“, antworten wohl die meisten Menschen, die gefragt werden, ob wir – die derzeit lebenden Menschen – verpflichtet sind, die Erde zu bewahren für unsere Nachkommen. Natürlich ist das keinesfalls. Vielleicht ethisch richtig, aber jedenfalls nicht natürlich. Noch nie hat eine Spezies, eine auf dieser Erde existierende Art von Lebewesen, sich um die Zukunft dieses Planeten ernsthaft Sorgen gemacht. Die meisten Lebewesen machen sich nicht einmal um die nächste Zukunft Gedanken. Nur ganz wenige Arten sorgen vor, sind überhaupt in der Lage dazu. Die Menschen immerhin sind in der Lage, sich diese Gedanken zu machen. Sie sorgen sich – aber meist nur um sich und ihre direkten Nachfahren. Noch nie hat eine Menschengeneration auf dieser Erde so gelebt, als müsste sie die Erde für ihre Urururenkel bewahren, für Nachfahren in ferner Zukunft. Und auch die ob ihres angeblich pfleglichen Umgangs mit der Natur hoch gelobten „Naturvölker“ hatten meist nur einfach nicht unsere Möglichkeiten zur Zerstörung. Wo doch, haben sie sie jederzeit gnadenlos genutzt. Was also wäre das, wenn wir uns tatsächlich aufraffen wollten, die Erde für unsere Nachfahren zu bewahren? Es wäre jedenfalls in höchstem Maße unnatürlich. Noch nie haben Menschen das getan. Warum sollten ausgerechnet wir? Vielleicht, weil wir es als Erste tatsächlich könnten …

Sendung zum Thema 14

29:03 min (Download Funkkolleg Philosophie (14), MP3-Audioformat, 26.6 MB)


Zusatzmaterial zum Thema 14

Hier finden Sie ergänzende Texte und Zusatzmaterialien zu dieser Sendung und Themenwoche, zusammengestellt von Studierenden und Dozierenden des Instituts für Philophie der Goethe-Universität Frankfurt am Main, sowie mit Unterstützung des Hessischen Kultusministeriums.

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