10 Respekt, Anerkennung, Freundschaft – wie können wir gut miteinander leben?

Autor: Ruthard Stäblein

Sendedatum in hr-iNFO: Montag, 26.01.15, 20.30 Uhr
Wiederholungen: samstags, 11.30 Uhr und sonntags, 8.30 Uhr und 20.30 Uhr

Nur engsten Freunden vertrauen wir Geheimnisse an. Freundschaft ist ein hoher Wert in unserer Gesellschaft. Aber wie entsteht Freundschaft? In einem langen historischen Prozess. Im Unterschied zum Affen ist der Mensch von Anfang an ein durch und durch soziales Wesen. Behauptet der Verhaltensforscher Michael Tomasello. Er kann sich auf seine Forschungen im Leipziger Zoo, aber auch auf den deutschen Philosophen Hegel berufen. An Hegel orientieren sich auch heutige Philosophen wie Axel Honneth, die den Weg zur Freundschaft als „Kampf um Anerkennung“ bezeichnen. Der Mensch wird erst dann zum Freund eines anderen Menschen, wenn er ihn als Gleichen anerkennt und zugleich sein jeweiliges Anderssein respektiert. Am Ende der Geschichte wäre der Mensch einem jeden Menschen ein Freund. Auf dem Weg dorthin sollten wir möglichst viele Freundschaften pflegen, sagt der Berliner Philosoph Wilhelm Schmid am Ende dieser Funkkolleg-Folge.

Literaturtipps der Redaktion

  • Michael Tomasello: Eine Naturgeschichte menschlichen Denkens (Suhrkamp)
  • Michel de Montaigne: Essais (Eichborn)
  • Thomas Schramme: Gerechtigkeit und soziale Praxis (Campus)

Sendung zum Thema 10

23:12 min (Download Funkkolleg Philosophie (10), MP3-Audioformat, 21.2 MB).


Zusatzmaterial zum Thema 10

Hier finden Sie ergänzende Texte und Zusatzmaterialien zu dieser Sendung und Themenwoche, zusammengestellt von  Studierenden und Dozierenden des Instituts für Philophie der Goethe-Universität Frankfurt am Main, sowie mit Unterstützung des Hessischen Kultusministeriums.

Zusatzmaterial zu dieser Sendung und Themenwoche